Evangelische Kirchengemeinde Marienfels
IN DER EVANGELISCHEN KIRCHE VON HESSEN UND NASSAU
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Maria mit dem Pilz



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Ursprünglich stammt der Flügelaltar mit der „Mutter Gottes vom Taunus“, auch „Maria mit dem Pilz“ genannt, aus dem 12. Jahrhundert, er ist also genauso alt wie unsere Kirche. In einer wissenschaftlichen Analyse aus dem Jahr 1991 wurde festgestellt, dass der Altar im Laufe der Zeit fünf verschiedene Fassungen erhal­ten hat.

Zunächst besaß weder Maria eine Krone noch das Jesuskind einen Heiligen­schein. Die Figuren waren schlicht; Maria trug ein rotbraunes Kleid, die Augen des Kindes waren weit geöffnet und schauten den Betrachter an.

Die heute sichtbare Fassung stammt aus der Zeit um 1500 und ist weitaus prachtvoller gestaltet. Gold und kräftiges Blau sind die bestimmenden Farben und die Figuren strahlen fast aristokratische Vornehmheit aus. In der rechten Hand hält Maria einen Steinpilz als Zeichen der Fruchbarkeit des gesamten damaligen Einzugsgebietes.

Wegen des Marienbildnisses, das während der Reformation in den 1530-er Jah­ren aus der Kirche entfernt und an einem sicheren Ort versteckt wurde und erst 1911 wieder an einen weniger zentralen Platz in die Kirche zurück gelangte, wird die Marienfelser Kirche auch heute noch von katholischen Christen, Pilgern und Wallfahrern besucht. Allerdings ist die Bedeutung gegenüber dem Mittelalter doch deutlich zurückgegangen, als anlässlich einer Jubiläumswallfahrt im Jahr 1300 über 7.000 Menschen zu „unserer lieben Frau“ nach Marienfels gepilgert sein sollen.
Verstanden


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